Hong Kong & Macau: mal kurz nach China reinschnuppern

15 03 2013

Wir kamen abends am Flughafen in Hong Kong und die Immigration lief schnell und problemlos. Der Flughafen ist so super organisiert, dass wir in null komma nix im Airport Express Train saßen, der uns innerhalb von 25 Minuten in die Stadt brachte. Von dort gab es dann noch einen kostenlosen Shuttle Bus nach Tsim Sha Tsui, dem Viertel, in dem es die meisten Hotels gibt und in dem auch wir nächtigten. Angekommen in unserem Zimmer im Homy Inn mussten wir erstmal schlucken: Soooo ein kleines Hotelzimmer hatten wir noch nie gesehen. Das Bett war nur 1,20m breit (da ist kuscheln angesagt Zwinkerndes Smiley) und das schlimmste: nur 1,80m lang. Janine konnte sich grade so ausstrecken, aber Marcel musste sich dann doch etwas zusammenfalten, zumal am Ende des Bettes direkt eine Wand war.

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Ja, Platz ist sehr rar und teuer in Hong Kong. Es ist eigentlich nur vertikaler Platz vorhanden und so wird in die Höhe gebaut, was das Zeug hält. Die Mieten sind astronomisch und die Wohnungen winzig.

Am nächsten Tag schipperten wir mit der Fähre nach Hong Kong Island rüber, wo sich das Finanzzentrum der Stadt befindet. Die Ausblicke von der Promenade und der Fähre sind einfach gigantisch und wir freuten uns schon darauf, das ganze bei Nacht zu bewundern.

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Mit einem Doppeldeckerbus machten wir dann eine Stadtrundfahrt durch Hong Kong Island und waren beeindruckt von den Häuserschluchten. Hier gibt es definitiv noch mehr Wolkenkratzer als in New York und diese stehen so eng, dass man in den tiefen Häuserschluchten den Himmel kaum sieht.

Abends fuhren wir dann hoch auf den Peak, DEN Aussichtspunkt in Hong Kong. Und was soll man sagen. Die Hong Konger Skyline ist echt beeindruckend!!

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Am nächsten Tag schauten wir uns dann das Stadtviertel Kowloon und vor allem die Märkte dort an. Es gibt den Jade-Markt, wo Schmuck aus Jade verkauft wird, den Ladies Market, wo allerlei typischer Krimskrams wie Taschen, T-Shirts oder auch Teeservice verkauft werden, die Goldfish Street, die eher traurig anzusehen ist, denn die ganze Straße besteht nur aus Zoohandlungen, wo in den Schaufenstern Hunde und Katzen vor sich hinvegetieren, den Flower Market, den Birds Market, bei dem einem die Vögel in den engen Käfigen auch eher leid tun, und auch ganz normale Obst- und Gemüsemärkte.

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In einem Straßenlokal schlürften wir unsere erste chinesische Nudelsuppe, aber von der chinesischen Küche waren wir generell nicht so begeistert. In einem Lokal lief nebenbei der Fernseher und in der Sendung wurde gerade Gecko gekocht und verspeist. Sowas verdirbt einem dann doch den Appetit auf chinesisches Essen.

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Jeden Sonntagnachmittag finden im Kowloon Park verschiedene Vorführungen chinesischer Kampfkunst statt. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen und schauten bei einer paar Tai Chi Vorführungen zu.

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Abends schauten wir uns dann die Skyline nochmals von der Kowloon Waterfront an, wo auch jeden Abend eine kleine Lichtshow stattfindet.

Tags darauf fuhren wir mit der Fähre eine Stunde rüber nach Macau, ebenfalls eine Sonderverwaltungszone Chinas, so dass man auch dort ohne chinesisches Visum  einreisen kann, Macau gehörte bis 1999 zu Portugal und das Stadtbild der Altstadt ist sehr südeuropäisch mit vielen Kirchen und Gassen aus Kopfsteinpflaster. Total surreal mitten in Asien auf einmal auf so einem Platz zu stehen:

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Von der Festung Fortaleza do Monte inmitten der Stadt hat man einen tollen Blick über Macau und rüber bis nach China.

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Neben der schönen Kolonialarchitektur ist Macau aber vor allem bekannt für seine Casinos. Die Chinesen lieben Casinos, jedoch sind diese in China verboten, in Macau aber erlaubt, so dass die Stadt voll von zockenden Chinesen ist. Das beeindruckendste Casino steht auf der Insel Taipa, “The Venetian”. Hier wurde ganz im Las Vegas Stil ein Hotel, Casino und Shopping Center als Venedig aufgezogen inklusive Kanälen mit Gondeln und einem künstlichen Himmel in der Shopping Mall. Total abgefahren.

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Hong Kong hat uns wirklich sehr beeindruckt, aber nicht ganz so mitgerissen wie die südostasiatischen Metropolen. Das Leben geht hier wieder viel hektischer zu, die Leute hetzen von der Fähre zum Bus und alle sind busy. Da sind wir noch auf einem anderen Level Smiley mit geöffnetem Mund. Zur Eingewöhnung an Deutschland war die schnelle Lebensweise dort aber wohl nicht schlecht.

Ohne so richtig zu realisieren, dass es nun wirklich zurück nach Hause geht, stiegen wir in Hong Kong dann in den A380 von Emirates und ab ging es nach Dubai. Dort hatten wir 9 Stunden Aufenthalt und so fuhren wir zum Burj Kalifa, dem höchsten Wolkenkratzer der Welt. Von weitem sieht man den Tower schon, kann die Größe aber noch nicht wirklich erahnen. Steht man dann davor, wird klar, wie gigantisch groß dieser Turm wirklich ist, denn die Wolkenkratzer daneben sehen aus wie absolute Winzlinge.

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Frankfurt empfing uns dann mit Minusgraden und Schnee. Da hatten wir doch unsere Ankunft extra auf Mitte März verzögert und auf Frühling gehofft und dann das! Obwohl es in Hong Kong ja auch mit 20°C schon recht kühl war, war der Temperaturschock doch enorm. Umso mehr freuten wir uns dann über die gelungene kleine Überraschungsparty unserer Familie und Freunde. Danke für den schönen Empfang! Smiley mit geöffnetem Mund

Viele Grüße aus dem saukalten Deutschland,
Janine & Marcel

Fotos von Hong Kong & Macau gibt’s hier.



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